
Also, fimpern.de kann das ja auch – voll Web2.0 sein, wie man an diesem Design-Logo erkennen kann. Die FAZ hat sich des Themas dankenswerter Weise auch mal angenommen – und der folgende Artikel ist aus meiner Sicht lesenswert zu dem Thema:
Mit rasender Geschwindigkeit wandelt sich das Internet zum “Mitmach-Netz”, in dem die Benutzer nicht nur wie bisher Inhalte rezipieren, sondern sie selbst produzieren. Interaktivität findet nicht mehr allein zwischen Anbieter und Konsument statt, sondern vor allem zwischen den Usern selbst -“das Netz bin ich”, kann jetzt jeder sagen. Das spektakulärste Beispiel dafür ist das Videoportal “YouTube”, das innerhalb kürzester Zeit eine Gemeinde von Abermillionen Anhängern um sich geschart hat. Sie alle finden Gefallen daran, ihre selbstgedrehten Minivideos ins Netz zu stellen und sich die vom Charme des Dilettantismus beflügelten Filmchen Gleichgesinnter anzuschauen.
Die totale Interaktivität
Auch auf der Plattform www.myvideo.de kann man inzwischen Tage und Monate durch den Irrgarten zahlloser Heimvideos spazieren. Allerdings kommen einem dabei schnell Zweifel am Sinn seines Tuns. Denn die Filme stammen oft von Spannern, die ihre Kamera am Strand auf barbusige Badende halten, von übermütigen Jugendlichen, die ihre Ballermann-Besäufnisse protokollieren, von Freunden des Makabren, die Aufnahmen von Flugzeugabstürzen zusammenschneiden, oder von Hinterhofmachos, die sich vollkommen ironiefrei zum frauenhassenden Horst machen.
Ui – mir fällt da Problemlos noch was ein, was man in die oben erwähnte Aufzählung einreihen
kann nämlich die Demontage von Projektpushern von Social Networks, wie z.B. Ehssan. Da kam nämlich das folgende voll zum tragen:
So wandelt sich das Web unter der Prämisse der totalen Interaktivität zu einem einzigen permanenten Plebiszit und vollendet im besten Fall das Aufklärungsideal von der Selbsterziehung der Massen: Das Gute wird vom Schlechten getrennt wie der Weizen von der Spreu, und es entsteht eine bessere Welt.
q.e.d



