Gerade auf der Heimfahrt im Radio gehört: Die WestLB hat ja bei Spekulationen ca. 600 Mio Eur verloren – im wesentlichen weil jemand auf die Übernahme von VW durch Porsche spekuliert hatte. Warnmechanismen oder ähnliches hatten ja scheinbar auf breiter Front versagt. Der verantwortliche (und entlassene) Abteilungsleiter der WestLB klagt jetzt vorm Arbeitsgericht auf Wiedereinstellung. Warum? O-Ton: “Er ist noch nicht alt genug zum Rosen züchten” – die Entlassung hätte schliesslich seinem Ruf als Banker geschadet. Das mit den 600 Millionen war auch nicht wirklich seine Schuld – schliesslich hätten das alle bei der WestLB so gemacht und schliesslich habe man von all den aus Büchern bekannten Sicherheitsmechanismen für “Spekulationsgeschäfte” nie welche eingehalten – wieso auch, hat ja keiner gemacht. Schlendrian war ja Usus bei der WestLB.
Erstaunlich – wie Erwachsene Leute versuchen sich damit zu rechtfertigen dass im monetären Kinderparadies WestLB ja alle primär mit Golf anstatt mit Sorgfalt für Peanut-Beträge wie 600 Mio Euro beschäftigt waren.
/me seufzt




Ich hatte bei meinem “Honks” Beitrag ein Detail vergessen, nämlich das im Radio kolportierte Monatsgehalt des WestLB Mitarbeiters: 148000 EUR/Monat. Just for the record …
Aufgenommen: Okt 28, 20:57