Hohn und Spott hat er über mich ergossen “weil ich blogge” ... Inzwischen ist der Kollege aber offensichtlich auch zum “Ventil-bloggen” übergegangen. Einfach mal raushauen was einen ankotzt – alles muss raus – Katharsis r0xx0r. In diesem Sinne: Willkommen (zurück müsste ich sagen?) in der Blogosphäre, lieber hirnlöffel.
Samstag, 16. Juni 2007
und er blogt doch!
Dienstag, 14. November 2006
WAZ: Blogland ist abgebrannt
Ich habe ja hier schonmal über die schöner neue Web2.0 Blasenwelt der WAZ berichtet. Verschiedentlich las man auch schon, dass Lokalredaktionen dicht gemacht und durch Blogs ersetzt werden. Leser-Reporter bloggen für Leser, die WAZ bloggt für Leser – alles null Problemo, selbstinszenierende Blogger gibts ja zu Hauf, nicht zuletzt wurde eine netzbekannte Bloggerin ja auch “Online-Chefin” der WAZ.
Heute stolpere ich dann zufällig über die Technikruine auf der die schöne neue Blogwelt entstehen soll. Ich zitiere mal:
Was ist ein Blog?
Weblogs sind Tagebücher. In ihnen schreiben unsere Redakteure und bekannte Persönlichkeiten – ungeschminkt und offen.
Uhm … gut, offensichtlich gibt es (Gott-sei-Dank) zu Zeit nichts, aber auch wirklich gar nichts, worüber man “ungeschminkt” und “offen” berichten müsse, denn zur Zeit sieht es auf diesem Portal schon seit Stunden wie folgt aus:

Gut, entweder in Blogland tatsächlich nichts passiert (was man angesichts der aktuellen Blogstase bezüglich StudiVZ nicht wirklich glauben mag) – oder es sind einfach Probleme mit der Technik bei der WAZ – über die ich hiermit ungeschminkt und offen gebloggt habe. Also, Lyssa, ran an die Tastatur und Webseiten-Start Taste suchen – dann klappts auch mit dem Leserblogging.
PS: bei der WAZ scheint vom aktuellen StudiVZ Gate auch wirklich nix angekommen zu sein – stattdessen veröffentlicht man selbst am 13.11.06 noch unreflektiert den geschminkten Pressebaukasten zum Thema StudiVZ.
Montag, 6. November 2006
Kata-lyssa-tor
Die Blase breitet sich aus – und ab und zu verschluckt sie offensichtlich Teile der Old-Economy, wie z.B. die WAZ. Die WAZ das ist irgendwie so der bodenständigste Zeitungskonzern den man sich vorstellen kann – riecht quasi auch virtuell noch nach Druckerschwärze – gutes altes Geschäft, Meinung auf Papier und für ein paar Groschen dann in die Köpfe müder morgendlicher Leser.
Aber alles bleibt anders – die WAZ hat die Blase entdeckt, oder die Blase die WAZ. Aus der Taufe gehoben wurde ein neuen Projekt und zwar westeins.de.
Hier entsteht unter dem Arbeitstitel WestEins das neue Online-Portal der WAZ Mediengruppe. www.westeins.de soll den Menschen in der Region eine virtuelle Heimat bieten. Über den Einstieg in das Projekt, das voraussichtlich im Frühjahr 2007 online gehen soll
Und was ist da so geplant?:
In Zukunft finden die Menschen in der Region bei “Westeins” eine virtuelle Heimat. Essen. Internet, das ist Austausch – von Daten, Nachrichten, Meinungen, Bildern. Zeitung machen – ist Information, Einordnung, aber auch Austausch mit den Lesern. Online- und Offline-Welten, sprich gedruckte Zeitung, wird die WAZ-Gruppe zukünftig noch enger verzahnen.
Dazu hat man sich alles ins Haus geholt was gut und bloggend ist – schliesslich der Anbruch eines neuen Zeitalters, da lässt man sich nicht Lumpen. Also fällt eine Gruppe heuschrecklicher Blogger in dieses Unternehmen ein – stromlinienförmig wird schon von der schönen neuen Zeit gebloggt:
“Der Umbruch, den die WAZ mit diesem Projekt vorantreibt, ist mehr als ein neuer Internetauftritt oder der Launch von ein paar hippen interaktiven Features. Vielmehr handelt es sich bei ,Westeins' um die Vision, Online- und Offline-Welten zu einer ganzheitlichen Medienmarke zu vereinen und hierbei Mehrwerte zu schaffen.”

Alles klar – die Blase blubbert. Und da man es so wirklich wirklich ernst meint bei der WAZ hat man auch eine angeblich netzbekannte Bloggerin zur Online-Chefin erkoren:
Für dieses Projekt wurde Katharina Borchert, eine der bekanntesten Bloggerinnen Deutschlands, als Chefredakteurin gewonnen.
Eine Bloggerin, die im wesentlichen dazu bloggt, dass sie in ihrem neuen Dienst-TT weder Fensterheber noch Tankdeckelöffnungstaste findet. Ausserdem ist sie nach eigener Aussage zu leicht für die Waage der Schranke in der Tiefgarage(wtf??), weswegen sie dort schonmal eingesperrt verharren muss. Mädchen, dass sind Induktionsschleifen – und die heissen nicht so, weil man darauf auch kochen könnte – wobei das natürlich die Zeit in der Tiefgarage vertreiben könnte.
Und so können wir uns schon freuen und ich denke auch warm anziehen, wie die technikbegeisterte Bloggerin den Online Blase 2.0 Auftritt der WAZ hinzaubern wird. Ich zitiere aus ihrem Blog:
Deshalb habe ich mich an diesem Wochenende auch ausschließlich der Erholung und dem Müßiggang gewidmet.
Ausgiebiges Frühstück am Samstag morgen mit den besten Bagels der Stadt im Bagel Park, dann ungefähr 200 Meter bis zum Comicladen und noch mal ungefähr 100 Meter Fußweg bis zum nächsten Café, wo die Bank vor der Tür so einladend von der Sonne beschienen wurde. Sonntag morgen sehr, sehr ausgiebiges Frühstück, das ohne Ortswechsel nahtlos in Kaffee und Kuchen überging mit sehr, sehr netten Menschen in meinem alten zweiten Wohnzimmer, dem Café Gnosa, bloß um am späten Nachmittag mit dem Rest der Sonntagszeitung wieder ins Bett zu fallen. Für den Zug um 6:40 Uhr von Hamburg nach Essen hat sich interessante Begleitung angesagt und auch die Termine im Laufe des Tages versprechen abwechslungsreich zu werden. Ich glaube, daran könnte ich mich glatt gewöhnen.
Ich denke, wir nicht …










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