Ok, der Staub legt sich, der Adrenalirausch lässt nach, die ideale Zeit quasi um nach dem postlaunch Fieber nochmal einen Blick auf die Userzahlen von DerWesten zu werfen. In der letzten Woche haben sich nur ca. 500 Leute neu angemeldet, also im Schnitt 71 Leute am Tag (was positiv gerechnet ist, da meine Grafik eigentlich 8 Tage erfasst):
Im Monatsbild sieht man recht schön, dass die Zacken der ersten Tage (viele Anmeldungen pro Tag) jetzt deutlich flacher verlaufen und die Kurve harmonisch nach oben ausläuft: 71 Neuanmeldungen am Tag ist für so ein ambitioniertes Projekt sicherlich nicht ausreichend, insbesondere wenn man davon ausgeht, dass es sicherlich eine Dunkelziffer von nach kurzer Zeit nicht mehr aktiv genutzter Accounts gibt (die man natürlich trotzdem noch zum Bestand zählt). Im Gegensatz zu einer Zeitung, die ich als Abonement immer noch bezahle, auch wenn ich sie öfters nicht mehr lese sind solche toten Accounts für eine Web2.0 Community natürlich tödlich. Woran liegts? Ich weiss es auch nicht, vielleicht hat der Herr Lau aka Community Manager da eine Theorie zu. Grundsätzlich finde ich, dass das Portal vieles hat was ich mir unter so einer Sache vorgestellt hatte. Was fehlt ist dass man in die Community reingesaugt wird, dafür fehlt Interaktivität und soetwas wie eine Plattform sich selber darzustellen. Ein Nachrichtencenter welches man täglich checken müsste vermisst man ebenso wie die Möglichkeit über neue Kommentare oder Ereignisse per Mail informiert zu werden – etwas was einen halt ganz automatisch mehrfach täglich in die Community ziehen würde. Und an Vernetzung hapert es ein bisserl, die Freunde Funktion ist einfach etwas mager – da fehlt sowas wie eine Selbstdarstellungsplattform oder die Möglichkeit die eigene Persönlichkeit über die Zugehörigkeit zu Gruppen darzustellen (wie z.B. in aktuell populären Social Networks). Na mal schaun – Ich halte ein Auge auf die Sache und bleibe erstmal ein aktives Mitglied der CommunityArtikel mit Tag waz
Montag, 19. November 2007
Flaute im Westen, Der
Samstag, 23. Juni 2007
been there, done that ...
Ihr erinnert euch dunkel an meine 5 Tipps an westeins.de?
5. und last but not least: “tut was böses” – so ein kleines Blogspektakel wo ihr kurzfristig den Sherrif von Nottingham gebt. Ihr müsst jetzt nicht gerade Klofilme drehen, aber ein bischen trackback-Spam, ein paar böse Kommentare an der Blogbar und ein bischen Blogosphärenbashing.Gut, scheint so als hätte das bei der WAZ zumindest Herrn Holthoff-Pförtner inspiriert mal richtig Gummi zu geben. Im wesentlichen spricht er Bloggern den Schutz der Pressefreiheit ab, frei nach dem Motto: nicht jede Schmiererei ist eine journalistische Veröffentlichung. Gut, die aus dem eigenen Hause rollende Blog-Offensive hatte er dabei scheinbar nicht so auf dem Schirm. Aber was unsterblich machen in der Blogosphäre angeht war das natürlich eine richtige Steilvorlage. Chapeau – soviel Evilness hätte ich euch gar nicht zugetraut. Mehr zu lesen zu dem Vorgang gibts beim wusel und die WAZ Chefbloggerin lyssa hat der Blogosphäre auch schon geantwortet. Ich bestelle mir dann mal Popcorn und skandiere “Jetzt gehts loooooooos!”
Mittwoch, 13. Juni 2007
westeins.de: alles ausser beta
Bei westeins.de hat man sich meine Tipps offenbar zu Herzen genommen und bloggt heute unter der Rubrik “tut geheimnisvoll”, und würzt das ganze mit web2.0 kompatiblen Schlüsselwörtern. Ich sach mal so (und ich finde das sympathisch): Ihr seid alles, ausser beta. So irgendwie hebt sich euer Ansatz wohlwollend von beta Portalen oder Projekten ab, die das Produkt beim rezipierenden Blogger reifen lassen – man kann euch nix unausgegorenes vorwerfen – weil gibt einfach nix. Andererseits ist das ganze ja auch ein bischen wie Schwangerschaft ohne den Bauch dicker werden zu sehen … könnte man für eine Scheinschwangerschaft halten. Ihr verbaut euch natürlich ein bisserl die Möglichkeit, dass wie auch immer geartete Kritik euch helfen könnte euer Produkt zu verbessern – wenn ihr die Zeit nach dem Launch (so in drei bis x Monaten) für Nachbesserungen dranhängen müsst könnt ihr immerhin das erste ausgereifte Portal der web3.0 Phase sein. Wenn ich mich recht entsinne, hatte der Kollege von WAZsolls bemängelt dass die Kommunikation nach innen auch nicht viel besser ist. Das hier:
Aber auch Techniker, Softwareentwickler und Redakteure gehen gerne mit grundsätzlich unterschiedlichen Schlussfolgerungen aus einem Gespräch heraus, obwohl eigentlich jeder den Eindruck gewonnen hatte, es sei ein Konsens erzielt worden – Babylon ist überall, der typische Satz, nachdem die Realität an den heiß diskutierten Plan angepasst wurde: „Nein!! So hatten wir das doch nicht gemeint“ – da hilft nur beten.wirkt ja dann doch so, als wären Behördenstrukturen und Kommunikation immer noch ein Problem – vielleicht fehlt ja auch nur jemand, der mal mit der flachen Hand auf den Tisch haut und sagt “so machen wir es” und bis “dann-und-dann” ist es fertig und jetzt “ab die Luzie alle”. Ich bin und bleibe jedenfalls gespannt wie ein Flitzebogen und wedele weiter freundlich mit dem Schwanz. Äh … streicht den letzten Satz, das wollte ich gar nicht bloggen
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